Last


Last

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Last [last], die; -, -en:
etwas, was durch sein Gewicht nach unten drückt oder zieht:
eine Last tragen, heben; das Paket war eine schwere Last für die Frau.
Syn.: Ballast, Bürde (geh.).
Zus.: Tonnenlast, Zentnerlast.

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Lạst 〈f. 20
1. Gewicht, Gewichtsdruck, etwas Schweres, Bürde (Trag\Last)
2. Fracht, Frachtgut
3. 〈Wirtsch.; meist Pl.〉 \Lasten Verbindlichkeiten, Schulden, Hypotheken, Steuern, Zinsen (Steuer\Last)
4. 〈auf Schiffen〉 Vorratskammer, Frachtraum unter dem Zwischendeck (Ketten\Last, Proviant\Last, Wasser\Last)
5. 〈veraltet〉 Schiffslast, Maßeinheit für die Schiffsfracht, in Dtschld. seit 1872, 1 000 kg
6. 〈früher in Norddtschld. u. Nordeuropa〉 Kommerzlast, Maßeinheit für die Tragfähigkeit eines Schiffes, 2 500-3 000 kg
7. 〈in Nordeuropa〉 altes Hohlmaß schwankenden Umfangs
8. 〈fig.〉 etwas Bedrückendes, Schweres, drückende Sorge (Schulden\Last, Sorgen\Last)
● die \Last der Beweise; nach des Tages \Last und Mühe ● jmdm. eine \Last abnehmen, aufbürden; \Lasten befördern, schleppen; sein: der Kranke ist sich und anderen eine \Last 〈fig.〉 ● diese Pflicht ist mir eine schwere \Last; soziale, steuerliche \Lasten; eine süße \Last 〈umg.; scherzh.〉 eine Last, die man gern trägt ● eine \Last auf jmdn. abwälzen; er brach unter der \Last zusammen; frei von jeder \Last; mir fiel eine \Last von der Seele, als ich das hörte; sich eine \Last von der Seele reden; zu \Lasten = zulasten; jmdm. zur \Last fallen 〈fig.〉 lästig werden; jmdm. etwas zur \Last legen 〈fig.〉 jmdn. einer Sache beschuldigen; das Leben wird ihm zur \Last 〈fig.〉 [<ahd. (h)last; zu (h)ladan „laden, mit etwas Tragbarem beschweren“]

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Lạst , die; -, -en [mhd. last, ahd. [h]last, urspr. = Ladung, zu 1laden]:
1.
a) etw., was [von jmdm.] getragen od. transportiert wird [u. durch sein Gewicht als drückend empfunden wird]:
eine schwere, leichte, wertvolle L.;
die L. abwerfen;
-en heben, tragen, schleppen;
-en mit dem Kran befördern, von der Stelle bewegen;
b) etw., was drückend, schwer auf jmdm., etw. liegt; [größeres] Gewicht, das etw. belastet:
die Brücke trägt eine enorme L.;
das Dach brach unter der L. des Schnees ein;
er keuchte unter der L. des Koffers;
Ü die schwere L. des Amtes, der Verantwortung;
die L. auf sich nehmen, auf andere abwälzen;
unter der L. der Anforderungen zusammenbrechen;
jmdm. zur L. fallen/werden (jmdm. zusätzliche Arbeit, Mühe od. Kosten bereiten u. dadurch lästig sein);
jmdm. etw. zur L. legen (jmdn. beschuldigen, für etw. verantwortlich machen: ihm werden zwei Morde zur L. gelegt);
c) (bes. Flugw.) [schwere] 1Ladung (1 a);
d) (Seemannsspr.) Ballast.
2. <Pl.> finanzielle, wirtschaftliche Belastung, Verpflichtung; Abgaben (2), Steuern o. Ä.:
der Bevölkerung wurden immer wieder neue [steuerliche] -en auferlegt;
auf dem Haus, Grundstück liegen erhebliche -en (Schulden; rechtliche Verbindlichkeiten);
zu meinen, deinen usw. -en (1. Kaufmannsspr.: Betrag zu Ihren -en. 2. von Schaden, Nachteil für mich, dich usw.: diese Scheidung geht ganz klar zu ihren -en);
zu -en (zulasten).
3. (Elektrot.) Belastung einer Anlage durch elektrischen Strom.
4. (Seemannsspr.) Raum für Vorräte, Tauwerk o. Ä. [unter Deck]; Frachtraum.

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I
Last,
 
1) Messwesen: alte Volumeneinheit für Schüttgüter (z. B. Getreide und Kohlen) in Mittel- und Nordeuropa; 1 Last: in Bremen = 29,642 hl, in Hamburg = 32,977 hl. Als deutsche Masseneinheit (Schiffslast) galt 1 Last z. B. in Preußen = 3 000 kg für Kohlen, in Lüneburg = 1 876,810 kg für Salz. Last diente auch als Flächeneinheit (Feldmaß); es bezeichnete die Fläche, für die 1 Last (als Volumen) an Saatgut für eine Aussaat ausreichte, in Lübeck z. B. waren das 12,198 ha innerhalb und 14,231 ha außerhalb der Binnendeiche. In Norddeutschland war die Last auch ein Zählmaß im Fischhandel (z. B. 1 Last = 800 Heringe).
 
 2) seemännische Bezeichnung für Vorrats- oder Stauraum unter Deck, z. B. Proviant- oder Kettenlast.
 
 3) Technik: Benennung einer Größe von der Art einer Masse (z. B. Traglast eines Krans), einer Kraft oder Gewichtskraft (z. B. in der Bautechnik die auf ein Bauwerk wirkenden Kräfte Eigengewicht, Nutzlast, Windlast u. a.) oder einer Leistung (v. a. in der Elektrotechnik, z. B. Blindlast); auch Bezeichnung für einen (zu transportierenden) Gegenstand.
 
II
Last,
 
1) [lɑːst], James, eigentlich Hans Last, Orchesterleiter, Komponist und Arrangeur, * Bremen 17. 4. 1929; war Jazzbassist und gründete 1965 eine eigene Bigband. Er wurde rasch populär mit eingängigen Swingbearbeitungen von Schlagern, Volksliedern (»Ännchen von Tharau«) und bekannten Melodien aus Klassik und Operette (»Happy Lehár«, »Classics up to date«).
 
 2) [lɑst], Jef, eigentlich Josephus Carel Franciscus Last, Pseudonym Co Mạntjes, niederländischer Schriftsteller und Sinologe, * Den Haag 2. 5. 1898, ✝ Laren 15. 2. 1972; nahm am Spanischen Bürgerkrieg auf republikanischer Seite teil und gehörte im Zweiten Weltkrieg dem niederländischen Widerstand an. 1950-54 war er kultureller Berater des indonesischen Präsidenten. Sein lyrisches und erzählerisches Werk war zunächst stark von sozialistischen Ideen geprägt; später wandte sich Last unter dem Einfluss seines Freundes A. Gide und der chinesischen Philosophie stärker religiösen Themen zu.
 
Werke: Lyrik: Bakboordslichten (1926); De bevrijde Eros (1936); Oog in oog (1945); Dag in dag (1954); De rug tegen de muur (1961).
 
Romane: Marianne (1930); Partij remise (1933); Zuiderzee (1934; deutsch); Schuim op de kust (1950).
 
Autobiographisches: Mijn vriend André Gide (1966).

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Lạst, die; -, -en [mhd. last, ahd. [h]last, urspr. = Ladung, zu 1laden]: 1. a) etw., was [von jmdm.] getragen od. transportiert wird [u. durch sein Gewicht als drückend empfunden wird]: eine schwere, leichte, wertvolle L.; du bist eine süße L. (ugs. scherzh.; ich trage dich gern); die L. abwerfen; -en heben, tragen, schleppen; -en mit dem Kran befördern, von der Stelle bewegen; b) etw., was drückend, schwer auf jmdm., etw. liegt; [größeres] Gewicht, das etw. belastet: die L. des Schnees war für das Dach zu schwer; die Brücke trägt eine enorme L.; er keuchte unter der L. des Holzes; Ü die schwere L. des Amtes, der Verantwortung; die L. (das Bedrückende) der Erinnerungen lag ihm auf der Brust (Hesse, Narziß 365); sein Leben war Mühe u. L.; die L. auf sich nehmen, auf andere abwälzen; du wirst deine liebe L. (ugs. iron.; viel Kummer u. Sorgen) mit ihm haben; mit der schweren L. (Belastung) des Favoriten ins Spiel gehen; unter der L. der Anforderungen zusammenbrechen; ich bin mir selbst zur L. (bin meiner selbst überdrüssig, komme mit mir selbst nicht zurecht); *jmdm. zur L. fallen/werden (jmdm. zusätzliche Arbeit, Mühe od. Kosten bereiten u. dadurch lästig sein): seiner jungen Frau will er auch nicht zur L. fallen (Ruark [Übers.], Honigsauger 622); jmdm. etw. zur L. legen (jmdn. beschuldigen, für etw. verantwortlich machen): ihm wurden zwei Morde zur L. gelegt; Die Konsequenz war ... ein Spielabbruch, der mit Sicherheit dem ERC Freiburg von den Instanzen des Deutschen Eishockeybundes zur L. gelegt werden wird (Kicker 6, 1982, 59); c) (bes. Flugw.) [schwere] 1Ladung (1 a): er gab das Flugzeug mit seiner kostbaren L. preis (Gaiser, Jagd 95); d) (Seemannsspr.) Ballast. 2. <Pl.> finanzielle, wirtschaftliche Belastung, Verpflichtung; Abgaben (2), Steuern o. Ä.: soziale, drückende -en; der Bevölkerung wurden immer wieder neue steuerliche -en auferlegt; auf dem Haus, Grundstück liegen erhebliche -en (Schulden; rechtliche Verbindlichkeiten); *zu jmds. -en (1. Kaufmannsspr.; auf jmds. Rechnung: Betrag zu Ihren -en; die Kosten gehen zu -en des Käufers, Auftraggebers. 2. von Schaden, Nachteil für jmdn., etw.: zu -en einer Minderheit; zu -en des Schienenverkehrs). 3. (Elektrot.) Belastung einer Anlage durch elektrischen Strom: Wird ... durch Schalten unter L. die Goldschicht an der Kontaktstelle aufgerissen ... (Elektronik 12, 1971, 440). 4. (Seemannsspr.) Raum für Vorräte, Tauwerk o. Ä. [unter Deck]; Frachtraum.

Universal-Lexikon. 2012.

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